Verschließen wir nicht die Augen!
Die Liebe ist ein Gleichnis mit mit vielen verschiedenen Variablen. Zuneigung, Hass, Schmerz, Freude, Glück ... Eine Einheit, die das andere als gegeben voraussetzt.
Ohne Liebe kein Hass, ohne Hass keine Liebe.
Ich denke, dass Liebe nur ein weiteres Selenteilchen, inmitten von menschlichen Wunschvorstellungen ist und seine Zeit absitzt, bis es an der Reihe ist zu wirken.
Während es dort wartet, muss es sich natürlich überlegen, inwiefern es wieder zuschlägt. Es nistet sich, resistent gegen jegliches Mittel, in das Herz, das Hirn, die Brust, die Augen, die Ohren(...) ein und hofft auf ein lebenslanges Verbleiben im Menschen, welcher sich jedoch, mit seiner einzigen Waffe der Vernunft dagegen zu wehren versucht.
Die Vernunft ist allerdings weitaus passiver im Gegensatz zur Liebe und verschwindet nach und nach. Allmählich übernimmt die liebe die Gewalt und der Mensch ist gefangen im Wahn.
Sowieso zeichnet sich der Unterschied zur Psychose nur insofern ab, da die Liebe mindestens einen realen Bezugspunkt hat,
-Die Person-
Diese Person oder nennen wir sie eher den Patienten ist die Basis, von welcher die Liebe, der Virus gesteuert wird. Unwissend. Der komplexe Krankheitsverlauf des "Verliebens" passiert immer unterschiedlich. Eines jedoch haben diese differenzierten Verläufe gemein. Früher oder später endet alles im Chaos.
Eben noch gespielte Züge im Liebesspiel werden umgestoßen. Das Brett gerät ins Wanken. Figuren fallen, alles wird neu gemischt.
Neue Narben entstehen; dort, wo vielleicht ältere schon verblasst sind. Dort, wo niemand sie sieht. Das Rad der Fortuna dreht. Es steht nicht still. Der endlose Kreislauf von Glück - Fall - Pech - Aufstehen - Licht am Ende des Tunnels geht weiter.
Es wäre gelogen, zu sagen" Das wird schon wieder!". nichts wird, es ist. Wir werden nur hineingeworfen in diesen Kreislauf. autonome Entscheidungen sind nicht zu erhoffen.
Neue Umstände verleiten oft zum Hoffen auf die gewünschte Glückssträhne. Wozu Gedanken verschwenden, wenn wir das Ruder nicht in der Hand haben. Die Liebe ist nicht steuerbar. Das Ruder lässt sich weder greifen, noch sehen.
Wir schwimmen inmitten eines pinken Ozeans. Schiffe ziehen vorüber, laden zum Verweilen ein. Wir betreten diese und steigen ein. Auf eine Reise auf dem großen Meer. Wo wird uns dieses Schiff beim nächsten mal hinbringen?
Sonntag, 10. Januar 2010
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