Sonntag, 26. September 2010

WIEN #1





So lebten sie in Wien. Wien ist schön, groß, bunt und total deutsch feindlich. die deutsch-feindlichkeit merkten wir auch schon am ersten abend. wir standen alle beisammen in einem club und unterhielten uns mit einem ur netten wiener, woraufhin gleich seine barbie freundin zu uns stieß und uns mit großen augen anstarrte. auf unsere frage hin wieso sie uns nicht hallo sagte, meinte er nur" ja .. sie mag eben keine deutschen" ... trotzdem sind die clubabende hier extremst erfüllend und sehr sehr sehr sehr billig. was man in frankfurt an einem abend ausgibt kann man hier dezent auf einen monat verteilen.

vieles ist hier billig, taxi, alkohol und zigaretten, was man sich allerdings überlegen sollte ist ob man schwarz fährt. das kostet nämlich wie wir erfahren durften nicht 40 (wie sonst berall) sondern 70/person. auf ghezis ausrede "wir dachten es sei ein tagesticket" (für 1,80?????) bedankte sich das androgyne wesen der kontrolle nur mit einem müden lächeln.



die wohnung ist sehr hübsch und kann direkt als museum verwendet werden. die möbel, die tapeten, der boden und alles andere was man hier so findet wurde seit 1940 nicht mehr geändert. es scheint, als ob die zeit in dieser wohnung stehen geblieben ist, was man auch an den gescheiterten versuchen sieht die tapeten zu überstreichen. wir arbeiten daran!

Was unseren Bezirk angeht, so hatten wir anscheinend viel glück. der margareten bezirk ist sehr schön und muckelisch. sehr schön fanden wir, dass unser haus das einzige mit graffiti ist... nicht schlimm..
das beste an unserem haus ist allerdings frau else kling, die sich gleich über unsere laute radiomusik beschwerte. -> als wir gerade frühstückten ?!
die deutschen, die deutschen ...

renovierungsarbeiten ... wir kotzen ... wir kotzen... wir kotzen ...
my hammer ruft ...

















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... Das alles wär nie passiert ... Das alles wär nie passiert ... Das alles wär nie passiert ... ohne prosecco ...

Sonntag, 10. Januar 2010

Die Liebe - oder der große pinke Ozean

Verschließen wir nicht die Augen!

Die Liebe ist ein Gleichnis mit mit vielen verschiedenen Variablen. Zuneigung, Hass, Schmerz, Freude, Glück ... Eine Einheit, die das andere als gegeben voraussetzt.
Ohne Liebe kein Hass, ohne Hass keine Liebe.
Ich denke, dass Liebe nur ein weiteres Selenteilchen, inmitten von menschlichen Wunschvorstellungen ist und seine Zeit absitzt, bis es an der Reihe ist zu wirken.

Während es dort wartet, muss es sich natürlich überlegen, inwiefern es wieder zuschlägt. Es nistet sich, resistent gegen jegliches Mittel, in das Herz, das Hirn, die Brust, die Augen, die Ohren(...) ein und hofft auf ein lebenslanges Verbleiben im Menschen, welcher sich jedoch, mit seiner einzigen Waffe der Vernunft dagegen zu wehren versucht.

Die Vernunft ist allerdings weitaus passiver im Gegensatz zur Liebe und verschwindet nach und nach. Allmählich übernimmt die liebe die Gewalt und der Mensch ist gefangen im Wahn.

Sowieso zeichnet sich der Unterschied zur Psychose nur insofern ab, da die Liebe mindestens einen realen Bezugspunkt hat,

-Die Person-

Diese Person oder nennen wir sie eher den Patienten ist die Basis, von welcher die Liebe, der Virus gesteuert wird. Unwissend. Der komplexe Krankheitsverlauf des "Verliebens" passiert immer unterschiedlich. Eines jedoch haben diese differenzierten Verläufe gemein. Früher oder später endet alles im Chaos.
Eben noch gespielte Züge im Liebesspiel werden umgestoßen. Das Brett gerät ins Wanken. Figuren fallen, alles wird neu gemischt.

Neue Narben entstehen; dort, wo vielleicht ältere schon verblasst sind. Dort, wo niemand sie sieht. Das Rad der Fortuna dreht. Es steht nicht still. Der endlose Kreislauf von Glück - Fall - Pech - Aufstehen - Licht am Ende des Tunnels geht weiter.

Es wäre gelogen, zu sagen" Das wird schon wieder!". nichts wird, es ist. Wir werden nur hineingeworfen in diesen Kreislauf. autonome Entscheidungen sind nicht zu erhoffen.

Neue Umstände verleiten oft zum Hoffen auf die gewünschte Glückssträhne. Wozu Gedanken verschwenden, wenn wir das Ruder nicht in der Hand haben. Die Liebe ist nicht steuerbar. Das Ruder lässt sich weder greifen, noch sehen.

Wir schwimmen inmitten eines pinken Ozeans. Schiffe ziehen vorüber, laden zum Verweilen ein. Wir betreten diese und steigen ein. Auf eine Reise auf dem großen Meer. Wo wird uns dieses Schiff beim nächsten mal hinbringen?